Mittwoch, 7. September 2011

Martin Slanar, der Alleskönner

Und da ist es passiert: Der ÖTV unter Neo-Sport-General-Sekretär-Direktor Peter Teuschl hat sich nur eine Woche nach dessen Antritt ein Ei gelegt. Der ewig erfolglose und chronisch verletzte Martin Slanar wird neuer Trainer einer Jugendgruppe im Leistungszentrum. Unverblümt erklärt der 30-Jährige im Interview (das der ÖTV auch noch auf seiner Website veröffentlicht), dass er keinerlei Trainerausbildung hat. Doch der Blonde (in jeglicher Hinsicht) entwarnt: "Wenn man's ganz genau nimmt, ist es ja nicht so, dass ich überhaupt keine Ausbildung hätte. Ich beschäftigte mich mein Leben lang mit Tennis."

Na dann ist ja alles in Ordnung!

Slanar ist ein Segen für den Verband, denn er hat zahlreiche nützliche Fähigkeiten:
Er beschäftigte sich auch sein Leben lang mit Essen - daher ist er gleichzeitig der neue Ernährungsexperte des ÖTV.
Weiters beschäftigte er sich auch sein Leben lang mit Duschen und aufs Klo gehen - daher ist er der neue Installateur des ÖTV.

Super!

Als ich den Artikel "Tennisverband sucht Mitarbeiter" von Harald Ottawa im Kurier las, schmunzelte ich noch. Gleichzeitig schauderte mir jedoch vor Personalentscheidungen. Was sagen wohl Maximilian Neuchrist und Tristan-Samuel Weissborn (der zuletzt sehr erfolgreich auf Future-Ebene agierte), dass man ihnen einen, die längste Zeit erfolglosen, Ex-Profi ohne Coach- oder Trainer-Know-how zur Seite stellt? Was will Slanar ihnen sagen? Wie man es nicht macht!?

Zum Hohn meldet sich auch Ex-Sportdirektor Schaller zu Wort: "Im internationalen Tennisgeschehen sind bei Verbänden und bei Topspielern viele Profis, die international erfolgreich unterwegs waren und ihre Karriere beendet haben, aufgrund ihrer praktischen Erfahrung sehr begehrt für einen Trainer-Job."

Lieber Herr Schaller: Das Profil passt vielleicht auf Stefan Koubek, nicht aber auf Martin Slanar!

Der Verband macht sich damit einmal mehr lächerlich! Für die auszubildenden Spielerinnen und Spieler ist Slanars Besetzung eine Verhöhnung, weil eine Verschwendung von ÖTV-Mitteln die jeglicher rationalen Grundlage entsagt.

Ich bin Unbreakbar

Kommentare:

  1. Slanar hat viel Zeit an der frischen Luft verbracht. Daher ist er Umwelt-Experte!

    Slanar hat sein ganzes Leben mit Geld hantiert. Auch wenn es nicht viel war ;) Daher ist er Finanzprofi!

    Slanar war sein ganzes Leben von Möbeln umgeben. Daher ist er Tischler!

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  2. mit diesem Artikel disqualifizieren sie sich (leider) und reihen sich in die Riege der typischen österreichischen ahnungslosen Sudderanten ein...
    Um ihnen die Augen ein wenig zu öffnen: Die österreichische Trainerausbildung selbst qualifiziert einen für gar nichts - da sprech ich u.a. aus Erfahrung... und wenn sie sich mal ansehen würden welche Leute zum Teil die Ausbildung bestanden haben und sich seit Jahren als "Spitzentrainer" beweisen, würd ihnen vielleicht auch ein Licht aufgehen, warums in Österreich gar so gut läuft im Tennis.

    Ich weiss nicht inwieweit sie Martin Slanar kennen, aber aus meiner Sicht hat es in der Südstadt in den letzten Jahren keinen Trainer gegeben, der sein Leistungsniveau und v.a. seine - wohl auf seine tschechischen Wurzeln zurückzuführende - versierte Technik erreicht hätte...
    Slanar soll in der Südstadt ITF Spieler trainieren... d.h. Spieler die Profis werden wollen bzw. schon sind... dafür braucht es keine Trainerausbildung in der einem die seit jahrzehnten bekannte Methodik der Grundschläge beigebracht wird... sondern ein gutes Auge - um auch noch Kleinigkeiten verbessern zu können und die Erfahrung prodessionellen Trainings... und beides hat Slanar.

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  3. Lieber anonymer Poster vom 8. September um 7:44:

    Zunächst sollten sie die Trainerausbildung nicht unterschätzen. An Grundtechnik mangelt es im heimischen Nachwuchsbereich leider allzu oft. Man erinnere sich an Armin Sandbichler.

    Übungsleiter- und Instruktor-Kurse sind für einen Südstadt-Trainer also nicht unwichtig. Doch die Trainerausbildung ist weit mehr als das. Da gibt es ganz andere weiterführende Kurse. Auch diverse Coach-Ausbildungen, die für jene, die mit Österreichs hoffnungsvollsten Talenten arbeiten, essentiell sein sollten. Slanar hat keine Erfahrung im Umgang mit Spielern, die er betreuen soll. Und Sie überlassen einem der das noch nie gemacht hat, auch nicht ihre Finanzen, oder?

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  4. Die Trainerausbildung wird Martin locker schaffen.Aber solange man in Österreich die ungeprüften und nicht mal Deutsch sprechenden Slovaken überall als "Trainer"in den Clubs Balli zuschupfen lässt.Natürlich ohne Steuer zahlen ist alles ok?

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  5. Das mag schon sein, dass er die Trainerausbildung locker schafft. Ebenso traue ich ihm zu, eine Maurer-Lehre locker zu schaffen. Nur sollte er die Ausbildung machen, bevor er auf Steuerzahler-Kosten den heimischen Nachwuchs trainiert oder eben ein Haus baut...

    Und ob irgendjemand aus welchem Land auch immer irgendwo Bälle "zuschupft" ist in dieser Diskussion belanglos. Bälle irgendwo "zuschupfen" kann Slanar gerne. Aber er sollte nicht Verantwortung für unsere Talente bekommen, ohne Vorkenntnisse zu besitzen!

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  6. ich kenne die österreichische Trainerausbildung... diese ist meines Erachtens auch nicht schlecht, allerdings qualifiziert sie in keinster Weise dazu angehende Profis auszubilden... vermutlich einer der Gründe, wieso's in Österreich einfach nicht klappen will... Also Herr und Frau Österreicher: Ein "Herr Dr." muss halt leider nicht zwangsweise ein guter Arzt sein... wenn er denn überhaupt einer ist...
    Auch die weiterführenden Kurse wie etwa die vom ÖTV angebotenen Coach-Ausbildungen dienen wohl eher dem Networking als sonst etwas...
    Slanar hat zumeist selbst bzw. in diversen Trainingsgruppen und somit zusammen mit anderen Profis trainiert... womit er meines Meinung nach schon mal wesentlich mehr Erfahrung im Umgang mit Spielern hatte als die meisten in der Südstadt tätigen Trainer (mal abgesehen dass ich ihm einiges zutraue...wesentlich erfolgloser kann er außerdem eh nicht werden)...
    Slanar soll dort die ITF-Spieler betreuen... sprich Jugendliche und keine Kinder... und ich bleibe der Meinung... ein Jugendlicher, der die Grundtechniken nicht beherrscht, wirds nicht mehr schaffen - wie man am von ihnen genannten Beispiel Sandbichler nur allzu gut sieht...

    Ich bin weiterhin der Meinung, dass Slanar für die für ihn vorgesehene Aufgabe die nötigen Anforderungen mehr als nur erfüllt... einem Koubek würde ich das - bei allem Respekt - in dieser Weise übrigens nicht zutrauen (da dies in einem anderen Posting mal angesprochen wurde)...

    um abschließend noch auf ihren Vergleich mit den Finanzen zurückzukommen... ich würde mein Geld lieber einem "Jungen" anvertrauen, der sein Handwerk professionell gelernt hat bzw. sein Können schon unter Beweis gestellt hat, als einem alteingesessenen Bankbedienstetem, der keine Ahnung davon hat,aber brav den Vorgaben seiner Chefitäten folgt - ohne sie zu verstehen (Meinl lässt grüßen)...

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  7. Vielleicht habe ich es überlesen - aber ich glaube nicht, dass irgendwer hier meint, Slanar müsste die Trainer- oder Coachausbildung in Österreich absolvieren. Wenn man bei dem Berufsvergleich bleiben will: Ich muss ja nicht den Maurer in Afrika ausbilden damit er dort Häuser bauen kann.

    Und weil ichs lustig finde: Mein Vor-Poster würde sein Geld also Karlheinz Grasser geben - denn der ist ja jung und hat sein Handwerk professionell gelernt!? Sorry - aber du bist ein Koffer, lieber Vor-Poster!

    Und lieber Horst: Andi Du-Rieux weiß, dass Sebastian Ofner und eventuell auch Karoline Kurz von Slanar betreut werden sollen!

    Und Lob wem Lob gebührt: Der Installateur ist legendär!

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  8. Finde es eine sehr interessante Diskussion.
    Aber einen Versuch ist es Wert, da schon viel größere Trotteln am Werk waren.........Aber das Problem gehört an der Wurzel gepackt. Vielleicht ist ja diese Entscheidung ein Denkanstoß?!?!?!
    Vielleicht verpflichtet man mal alle alten Trainer, LEhrer......dazu zu einer Überprüfung zu kommen um wirklich zu sehen was die drauf haben bzw je drauf gehabt haben......und wer nicht kommt verliert seine Berechtigung ganz einfach.......wie beim C-Führerschein......Wer nicht bereit ist sich auf gewisse neue Dinge einzustellen und sich weiter zu entwickeln, der hat keinen Anspruch auf eine Lehrtätigkeit.......und das sollte in jedem Bereich so sein! Und das Grundhandwerk sollte einfach jeder erlernt haben, auch der MAurer in Afrika........Aber wenn am Abend die Mauer gerade steht ist es "eigentlich" auch egal, oder?!?!

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  9. Verpflichtende Fortbildungen - vor allem internationale - sollten für die Südstadt-Trainer obligatorisch sein.

    Wo die Leute ihre Befähigung bekommen ist zweitrangig. Dass sie diese wohl nicht in Österreich erwerben können, ist traurig aber glaubwürdig.

    Eine Überprüfung der Fähigkeiten für Südstadt-Trainer, die auf Steuerzahlerkosten angestellt sind, wäre sicher sinnvoll.

    Wer diese jedoch durchführen sollte, ist fraglich - da es ja offenbar keine befähigten Leute gibt.

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