Mittwoch, 25. Januar 2012

Mit katastrophaler Matchbilanz in die Länderkämpfe

5:19 ist die heuer bisher traurige Einzelbilanz der besten elf heimischen Tennisprofis. Aus den heimischen Top Ten waren 2012 Jürgen Melzer (0:2), Andreas Haider-Maurer (0:1), Martin Fischer (1:2), Philipp Oswald (0:1), Michael Linzer (0:1), Marc Rath (0:1), Tamira Paszek (0:3), Patricia Mayr-Achleitner (0:3), Yvonne Meusburger (3:2), Niki Hofmanova (0:1) und Tina Schiechtl (1:2) bei gewerteten Spielen im Einsatz. Matchsiege wurden überhaupt nur in Qualifikationsbewerben gefeiert. Einzig Meusburgers Bilanz ist heuer bisher positiv. Austrians fühlten sich in Australia heuer nicht besonders wohl. Bei den Australian Open scheiterten alle Österreicher im Einzel zum Auftakt, im Doppel war Runde drei für Jürgen Melzer/Philipp Petzschner das höchste der Gefühle.

Das stimmt nicht sonderlich optimistisch für die anstehenden Länderkämpfe. Die Damen spielen ab 1. Februar Fed Cup in Israel in der Gruppe 1 (nach Weltgruppe 1 und Weltgruppe 2 die insgesamt dritte Liga) zunächst gegen Estland und Bulgarien. Der Gruppensieger trifft auf den Sieger der Gruppe mit den Niederlanden, Großbritannien, Israel und Portugal. Sieg oder Niederlage - das Interesse für die Länderkämpfe wird sich hierzulande in Grenzen halten. Die Österreicherinnen mit Paszek, Mayr-Achleitner, Meusburger und Sandra Klemenschits, die laut Captain Jürgen Waber wahrscheinlich mit Tamira Paszek doppeln wird wenn es drauf ankommt, haben durchaus Chancen auf den Gruppensieg. Estland dürfte ohne die Nummer eins Kaia Kaneppi kommen, Jugendhoffnung Anett Kontaveit ist wohl noch zu schwach. Die Bulgarinnen haben mit Tsvetana Pironkova (0:1 Bilanz gegen Paszek und gegen Meusburger) zwar eine Top-50-Spielerin, doch Dia Evtimova (0:3-Bilanz gegen Mayr-Achleitner) und Elitsa Kostova (0:1 Bilanz gegen Meusburger) liegen hinter unseren Damen. Die Head-to-Heads sprechen auch für Österreich.

Für Musikliebhaber zur Einstimmung auf die Bulgarien-Partie:


Die Herren spielen vom 10. bis 12. Februar in Wiener Neustadt gegen das Traumlos der Davis-Cup-Weltgruppe Russland. Dank eines neuen TV-Vertrags, werden übrigens alle Davis-Cup-Matches live auf Eurosport übertragen.

Mikhail Youzhny soll ja laut Oli Marach nicht spielen. Der derzeit bestplatzierte Russe war bis vor kurzem noch Amerikaner: Alex Bogomolov Jr. war noch nie im Davis-Cup-Einsatz. Er hat mit dem Sydney-Viertelfinale und einer Matchbilanz 2012 von 4:2 die bisher besten Ergebnisse aller potenziellen Spieler beider Nationen vorzuweisen. Wahrscheinlich sind Nikolay Davydenko (0:3) und Igor Kunitsyn (0:3). Weiters rechne ich mit Dmitry Tursunov (0:3) - auch wenn er laut Marach am Handgelenk verletzt ist. Melzers Bilanz gegen die Russen ist negativ: Bogomolov 0:1, Davydenko 1:6, Kunitsyn 0:3, Tursunov 2:3. Von den anderen möglichen Begegnungen fand bisher nur Fischer-Bogomolov statt und endete mit einem Zweisatzsieg für den letztgenannten.

Neo-Davis-Cup-Captain Clemens Trimmel hat ja aufgrund mangelnder Trainer-Erfahrung Melzer-Coach Joakim Nyström an seiner Seite. Wer für Österreich spielt, ist noch offen. Jürgen Melzer ist sicher gesetzt, auch Oliver Marach dürfte fix sein.

Martin Fischer ist sowohl für das Einzel, als auch das Doppel eine Option. Wird der Vorarlberger nominiert, ist wohl auch Andreas Haider-Maurer dabei. Entscheidet man sich aufgrund seines offensiveren Spiels aber für Haider-Maurer, würde man wahrscheinlich Alexander Peya aufstellen. Letztere wäre auch meine bevorzugte Variante; ein knapper Sieg für Österreich könnte sich diesmal ausgehen!

Ich bin Unbreakbar

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