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Montag, 23. Mai 2011

Der Papst sagt: Muammar muss gehen!

607 Tage sind seit meinem ersten Blogeintrag vergangen in dem ich forderte: Gilbert Schaller, bitte zurücktreten! Heute wurde meine Forderung endlich - zumindest teilweise - erfüllt: Schaller hat seinen Posten als Davis-Cup-Captain zurückgelegt und will fortan „nur“ noch Sportdirektor sein und seine „ganze Konzentration auf die Ausbildung junger Spieler legen“, wie der ÖTV auf seiner Website schreibt. Schaller gab dies bei den French Open bekannt, wohin er nun offenbar grundlos auf ÖTV-Kosten gereist ist.

Die Aussage mag für manche wie eine Drohung klingen - Schaller will jetzt noch intensiver gegen die Jugendlichen arbeiten. Doch Optimisten sehen darin den nächsten Schritt im Kompetenzbeschneidungsprozess des ÖTV-Allmächtigen Gilbert Schaller. Im August war Entlastung für Schaller angekündigt worden, im Dezember (als ich nach zahlreichen Anfragen schon nicht mehr daran glauben wollte) wurde dann Marion Maruska nominiert, die den Steirer administrativ entlasten sollte. Nun ist er auch nicht mehr Davis-Cup-Kapitän. Dies tat Schaller übrigens bei den French Open kund, wohin er nun offenbar grundlos auf ÖTV-Kosten gereist ist.

Zugegeben: Als sportlicher Leiter, der für den Nachwuchs, sowie für die Vergabe der Förderungen zuständig ist, und darüber hinaus auch noch bei der Wildcard-Vergabe bei allen internationalen Events in Österreich mitredet, kann Schaller auch weiterhin Schaden anrichten - ja sogar mehr als in den Bereichen, die er inzwischen abgegeben hat. Der Vergleich mit Libyens Muammar Gaddafi drängt sich mir auf, der zwar Macht abgeben, aber nicht abdanken will. Hie wie da ist das Ziel klar: Der Diktator muss weg! Und in beiden Fällen ist das Ziel wohl noch lange nicht erreicht. Ich bin gespannt, wer früher gehen wird (müssen): Schaller oder Gaddafi... Klar ist: Jeder Schritt zur Entmachtung dieser beiden Herren ist zu begrüßen!

Gegen Gaddafi kämpft die UN, gegen Schaller immerhin das größte Online-Tennis-Medium Österreichs tennisnet.com und ich selbst. Stefan Wagner schrieb im November 2010 so treffend, dass Schaller mit den Erfolgen des von ihm angeführten Davis-Cup-Teams seine Position als Sportdirektor abzusichern versucht. Das kann er jetzt nicht mehr. Ab sofort wird er nur noch an seiner Arbeit mit den Verbands-Jugendlichen gemessen werden. Seither schwieg die UN der heimischen Tenniscommunity zum Thema Schaller und ÖTV-Strukturen weitgehend, bis auf die Story zum Fördermodell des Verbandes von Christoph Wagner und dessen Appell an den ÖTV am 10. Mai 2011. Auch ich selbst - wenn man so will, in der österreichischen Tenniscommunity so etwas wie der Papst - hielt mich zuletzt mit Kritik am Verband zurück. Lediglich von Schallers privaten Camps, die pro Person um 897 Euro zu buchen sind, setzte ich meine Leserschaft in Kenntnis.

Und diese Camps soll Schaller bitte spielen! Er wird nicht gebraucht im Verband; es gibt gute Trainer wie Thomas Weindorfer, der mit Spring Bowl-Finalist Michael Eibl und Mailand-Finalist Patrick Ofner offenbar gute Arbeit leistet. Ich appelliere daher erneut an Gilbert Schaller: Bitte treten Sie endlich von allen Funktionen im österreichischen Tennis zurück!

Ich bin Unbreakbar

Donnerstag, 23. September 2010

Nach einem Blogger-Jahr: Endlich weniger Kompetenzen für Schaller!

Vor genau einem Jahr rief ich diesen Blog ins Leben und forderte Gilbert Schaller zum Rücktritt auf! Ich erinnere mich noch sehr gut an die Umstände: Ich war als Tennisfan einfach frustriert über den Verband und wollte dem endlich Luft verschaffen. Kritische Berichterstattung über den ÖTV gab es damals nicht, kein Medium nahm sich der peinlichen Situation des Verbands an. Es musste etwas geschehen! Ich hatte eigentlich keine Erfahrungen mit dem Verfassen von - ja sagen wir Essays, weil es so ein schönes Wort ist! Ich wusste nur, worauf ich hinaus wollte: Schaller muss die Position des Sportdirektors zurücklegen!

Nun endlich scheint der ÖTV ein Einsehen zu haben! Präsident Wolner kündigte am 22. August in einem Kurier-Interview an: "Ich habe ihn mit Aufgaben belastet, die ihm nicht liegen. Schaller ist als Trainer hervorragend, aber ich habe ihm zu viele administrative Aufgaben auferlegt. Das hat nicht optimal funktioniert. Dafür wird es nun eine neue Person geben, die in den nächsten Wochen präsentiert wird." Zwar wurde diese Person bis heute noch nicht vorgestellt, doch endlich sehe ich Licht am Ende des langen Tunnels der Erfolglosigkeit des Tennisverbands.

Ich ziehe - nicht ganz ohne Stolz - Bilanz: Schaller stand mehr und mehr in der Kritik! Dank des neuen Mediums tennisnet.com, aber auch der neuentdeckten Liebe des Kurier zum Tennis, kamen Ex-Trainer, Verband-Kritiker, Spielereltern, Ex-Spielereltern, und Insider zum Thema Schaller und ÖTV zu Wort. Der Tenor war und ist klar: Schaller muss gehen! Auch andere Medien nahmen sich dann des Themas an, Sportnet brachte - sagen wir unkonventionell - eine Foto-Story mit Archiv-Bildern.

Besonders unterhaltsam waren (einmal mehr) Schallers Gedanken. Als er also seit seinem Amtsantritt im September 2005 zum insgesamt 68. Mal nachgedacht hat, beschwerte er sich über die "seltsame Berichterstattung einer Internetplattform" (tennisnet). Niemand habe sich persönlich an ihn gewandt, man kritisiere immer nur den Verband und versuche ihn als unfähig darzustellen! Ende Juli hatte er endlich Zeit, zu posten. Davor gab er ja ein paar private Trainerstunden. Tennisnet-Chefredakteur Wagner erklärte, man habe die zuständigen Pressestellen kontaktiert, um eine Stellungnahme von Schaller zu bekommen. Das funktionierte offenbar nicht so gut.

Zugegeben, die Pressestelle ist schon die korrekte Anlaufstelle für offizielle Auskünfte. Doch hätte man Gilbert Schaller auch einfach anrufen können; der hätte sicher umgehend Stellung genommen! Egal - so ist es eh viel witziger! Das findet wohl auch Wagner, der Schaller von diversen Interviewpartnern (Bresnik, Haas, Leitgeb, Pfann, Thiem) anpatzen ließ. Und man musste wohl auch so agieren, denn sonst wäre einfach nichts passiert! Dass Schaller die 37 tennisnet-Fragen nicht beantwortete, war zu erwarten. Schaller wurde jedenfalls als noch unfähiger dargestellt, als er sowieso ist.

Schaller scheint nun endlich einen Schritt zurückgehen zu wollen. Zwar versucht er sich in der Kleinen Zeitung einigermaßen ins rechte Licht zu rücken. Und vielleicht hat er nach dem Daviscup-Sieg über Israel auch etwas Auftrieb bekommen (siehe Interview). Aber gut, soll er! Vielleicht kann er als Cheftrainer in der Südstadt unter einem neuen, durchsetzungsfähigeren Sportdirektor seine Stärken ausschöpfen. Ich hoffe es für das österreichische Tennis! Und vor allem hoffe ich, dass die von Wolner angesprochene Person auch wirklich bald die Arbeit aufnimmt!

Ich bin Unbreakbar

Mittwoch, 23. September 2009

Gilbert Schaller, bitte zurücktreten!

Gilbert Schaller zeigte am Platz nicht viele Emotionen. Gilbert Schaller war die Nummer 17 der ATP-Weltrangliste. Gilbert Schaller hat Pete Sampras besiegt. Aber das ist lange her. Emotionslos ist Gilbert Schaller noch immer, außerdem ist er Sportdirektor des Österreichischen Tennisverbandes und Österreichs Daviscup-Captain. Und es wird Zeit, dass diese Ära ein Ende findet!

Zunächst zum Augenscheinlichen: Österreich hat auswärts auf Sand gegen Chile verloren. Ein Rücktrittsgrund? Nein, denn wenn Melzer nicht so ein Heisl wär', gewinnt er gegen den unterirdisch schlecht spielenden Massu und wir gewinnen die Partie. Ein Rücktrittsgrund ist hingegen, dass Schaller unseren besten Sandplatzspieler Daniel Köllerer nicht mitnimmt, weil Herr Melzer diesen nicht mag und sich von ihm beleidigt gefühlt hat. Lächerlich! Wenn der Captain nichts mehr zu sagen hat, ist er wertlos. Weil die Vorbereitungswoche runterbiegen und das Bankwärmen bei den Matches kann wohl jeder Tennislehrwart in vergleichbarer Qualität wie Schaller bringen.

Beim Daviscup hat er immerhin nur 2 Wochen im Jahr Zeit, das österreichische Tennis runterzuziehen. Viel schlimmer ist, dass er als ÖTV-Sportdirektor die restlichen 50 Wochen gegen das österreichische Tennis arbeitet. Da lässt er die hoffnungsvollsten Talente unter den Mädchen bei Peter Eipeldauer in der Südstadt versauern. Die ehemalige österreichische Hallenmeisterin Magdalena Österle verlernte hier das Tennisspielen. Ein verstaubtes Trainerteam, das seit 2005 - siehe erster "Blog" - Schallers Gedanken" - weitgehend unverändert ist und seither mit Martin Fischer einen halben Spitzenspieler hervorgebracht hat. Das "Konzept" ist mies, die Nachwuchsarbeit des ÖTV ist ein Witz, Schaller hat keine Autorität!

Wenn sich sonst keiner traut, muss ich es fordern:
Gilbert Schaller, bitte zurücktreten!

Ich bin Unbreakbar

Dienstag, 15. Juni 2010

FIK-Zukunftshoffnung Schaller

Ich habe einen Traum: Gilbert Schaller legt all seine Ämter zurück! Dafür trete ich seit September 2009 ein; bisher jedoch vergebens. Natürlich desillusioniert das einwenig. Aber ich werde nicht müde, denn mir liegt das heimische Tennis am Herzen! Schallers Misserfolgsliste ist lang, die systematische Zugrunderichtung von Patricia Haas (ehemals Jahrgangsbeste in Österreich) ist der neueste Beleg für Schallers Inkompetenz. Eduard Haas, Vater von Patricia und auch von Österreichs stärkster Nachwuchsspielerin Barbara Haas, gab tennisnet ein Interview. Darin kommt der Österreichische Tennisverband - Überraschung - nicht gut weg: Er bezeichnet das Training in der Südstadt als oberflächlich und unprofessionell. Auch schafft Schaller laut Haas mit seiner Hinhaltetaktik bei Vertragsfragen eine unangenehme Atmosphäre. Mehr zahlen sollte die Haas-Family jetzt auch, dafür aber weniger Betreuung bekommen. Die Zusammenarbeit wurde zum Wohl von Patricia beendet!

tennisnet-Chefredakteur Stefan Wagner fragt sich zurecht, "was noch passieren muss, damit etwas passiert?". Ich zitiere aus seinem Blog: "Er (Haas) bestätigt in dem Interview die bekannten Kritikpunkte der Kompetenzlosigkeit und mangelnden Professionalität in der ÖTV-Spitzensportabteilung unter der Leitung von Gilbert Schaller. Und er bringt neue, noch schwerer wiegende Vorwürfe in die Diskussion ein: Haas spricht von Desinteresse, Gleichgültigkeit, Beamtenmentalität."

Wagner, der vor einigen Jahren Österreichs Tennisplattform tennisweb erdacht und betrieben hat, meint: "Der seit ungefähr ein paar Jahren bestehende Handlungsbedarf im Personalbereich der ÖTV-Kaderschmiede wird damit um eine weitere Dringlichkeitsstufe verschärft. Es darf nicht länger um persönliche Eitelkeiten gehen, nicht um Politik, nicht um die Jobsicherheit von erfolglosen Trainern, nicht um die Bequemlichkeit von Strukturen, in denen sich ehrenamtliche Funktionäre und bezahlte Mitarbeiter arrangiert haben:

Denn es geht um die Zukunft einiger der besten jungen Tennisspielerinnen und Tennisspieler Österreichs – und damit um nichts mehr und nichts weniger als die Zukunft dieses Sports in diesem Land."


Er spricht mir da aus der Seele! Mir kommt Schaller vor, wie ein FIK-Politiker (Freiheitliche in Kärnten), der trotz unzähliger Verfehlungen und jahrelanger Misswirtschaft nicht einmal an Rücktritt denkt! Diese Ignoranz und die Unfähigkeit zur Reflexion machen ihn untauglich für die Position des Sportdirektors.

Ich glaube ja nicht, dass Schaller ein Vollidiot ist, aber vielleicht sieht er den Wald vor lauter Bäumen nicht. Er ist vielleicht festgefahren in seiner Situation; in seiner Position auf alle Fälle! Wie auch immer: Es ändert nichts an der Tatsache, dass er gehen muss! Es bringt nichts, weiterzuwurschteln - am wenigsten dem österreichischen Tennis! Die Tennisszene hat das bereits erkannt; jetzt müssen es auch Schaller, Teuschl und Wolner erkennen - und handeln! Sorgen um seine Zukunft muss sich Schaller ohnehin nicht machen. Gerhard Dörfler hat in Kärnten sicher einen Job für einen Spitzenmann wie ihn!

Ich bin Unbreakbar

Donnerstag, 1. September 2011

Die Ära Schaller ist zu Ende

Vor 708 Tagen rief ich den unbreakbaren Blog über das österreichische Tennis mit der Forderung Gilbert Schaller, bitte zurücktreten! ins Leben. Bis dato war die offensichtliche Unfähigkeit des Steirers nie öffentlich diskutiert worden; doch die kritischen Stimmen sollten sich mehren. Mit der Wiedergeburt der heimischen Tennisplattform tennisweb (mit neuem Namen tennisnet) gab es ein Medium um berechtigte Kritik zu üben. Thiem, Wagner, Wagner, Stefanits und andere prangerten neben mir die Unfähigkeit des Bruckers an.

Der Abgang Schallers erfolgte dann auf Raten: Zunächst bekam er - mit verhöhnender zeitlicher Verzögerung - Assistentin Marion Maruska zur Seite gestellt, die die administrativen Belange übernehmen sollte. Dann legte er das Amt des Daviscup-Captains nieder. Und nun ist der Rücktritt Schallers als Sportdirektor endlich Wirklichkeit. Die zahlreichen Fehlentscheidungen betreffend Förderungen, Wildcard-Vergaben, Kaderspieler-Auswahl, Trainingsreisen und vieles mehr möchte ich hier nicht noch einmal ausführen.

Nach 2443 Tagen als Sportdirektor will Schaller nun endlich nur noch Trainer sein! Und das ist gut so! Ironischerweise ehrte der ESV Bruck an der Mur Schaller am vergangenen Wochenende mit der Umbenennung des Centrecourts in "Gilbert Schaller-Platz". Vielleicht wollte man in Bruck auch neue Kunden gewinnen indem man den vom Sportdirektor benachteiligten bzw. enttäuschten Spielern, Trainern und Fans eine Möglichkeit bietet, sich abzureagieren. À la: "Heute spuck ich auf Gilbert Schaller". Seine größten Kritiker können das ja trotz des Rücktritts tun...

Lasst uns feiern, Schaller ist Geschichte!
Aber Vorsicht: Interimsmäßig übernimmt Generalsekretär Peter Teuschl das Amt des Sportdirektors bis zum Jahresende. Er ist nur einer der ignoranten Sesselpicker ohne Innovationswillen, deren König natürlich Präsident Ernst Wolner ist. Letzterer wird jedoch nächstes Jahr als Präsident ersetzt; unglücklicherweise hat er aber noch Mitspracherecht bei der Neubesetzung des Sportdirektorpostens. Auf jenem sitzt für ein Quartal nun Peter Teuschl. Bleibt zu hoffen, dass dieser nicht zu viele Dummheiten macht. Zum Glück legt er aber lieber den einen oder anderen ausgedehnten Urlaub auf ÖTV-Kosten ein, als tatsächlich zu arbeiten. Dafür hat Teuschl ja seinen "Ziehsohn" Thomas Grömer, der ihm seit jeher als Mann fürs Grobe zur Seite steht - fortan Vollzeit für den Verband, wie tennisnet weiß.

Schaller ist weg - doch die Entscheidungsträger, die ihn besetzt haben, sind noch immer da. Die Gefahr einer weiteren Fehlbesetzung mit nicht auszudenkenden Konsequenzen für den heimischen Tennis-Nachwuchs ist gewaltig!

Ich bin Unbreakbar

Dienstag, 30. März 2010

Der Anfang vom Ende der Ära Schaller

Jürgen Melzer spielt derzeit recht solide. Gegen die Nummer 12 der Welt Fernando Verdasco fehlten ihm 2 Punkte zum Sieg. Gereicht hat's dann nicht, darf ich nicht ganz ohne Schadenfreude anmerken! Aber viel bemerkenswerter ist das Interview mit Melzer, das Presse-Korrespondent Stefan Riecher geführt hat. Neben dem Plan die Top 20, ja sogar vielleicht die Top 10 zu knacken, zieht er eine Arbeit im Jugendbereich in Erwägung. Aber ich traute meinen Augen nicht, als ich las, dass unsere Nummer 1 doch tatsächlich Daviscup-Kapitän Gilbert Schaller kritisiert! Melzer sagt tatsächlich, was alle wissen: "Generell muss man sagen, dass Köllerer im Herbst gegen Chile hätte spielen sollen und Koubek im März gegen die Slowakei, weil er zu dem Zeitpunkt besser in Form war." Das hat mich dann doch beeindruckt! Hat da jemand auf einmal Cojones!? Koubek steht ja dazu, dass er Schaller nicht unbedingt leiden kann. Aber wenn nun auch Melzer seine Stimme gegen den langweiligsten aller Daviscup-Kapitäne erhebt, klingt das für einen Optimisten wie mich, nach dem Anfang vom Ende der Ära Schaller!

Seit dem 23. September des Vorjahres fordere ich: Gilbert Schaller, bitte zurücktreten! Und ich werde nicht müde, es zu wiederholen! Weder die Spieler, noch die Fans können mit Captain Schaller etwas anfangen! Eine nicht repräsentative Umfrage in meinem Bekanntenkreis ergab, dass sich 100% der etwa 10 Befragten die Ablöse von Schlaftablette Schaller wünschen! Mein Vorschlag, passend zur Jahreszeit: Schaller könnte sich zu Ostern verstecken - keiner wird ihn suchen und keiner wird ihn vermissen!

Ich bin Unbreakbar

Mittwoch, 14. März 2012

Wer trainiert überhaupt beim ÖTV?

Ich habe schon länger nichts vom Leistungszentrum Südstadt gehört und wollte mich darüber informieren, wer da überhaupt gerade mit wem trainiert. Ich rufe also die Website des Österreichischen Tennisverbands auf und lese einen Text von Sportdirektor Schaller über das BSFZ Südstadt: "Die Tennisspieler und -spielerinnen trainieren mit sehr gut ausgebildeten, erfahrenen Trainern im nationalen Zentrum. Dazu zählen Gilbert Schaller, Jürgen Hager und Thomas Weindorfer." Seit Jürgen Hager den ÖTV im Mai verlassen hat, hatte man bei ÖTV wohl noch keine Zeit das auf der Website zu ändern. Wieso lässt man das nicht Alleskönner Martin Slanar machen, der ja seit September 2011 in der Südstadt arbeitet und freilich auch in diesem Bereich seine Qualifikationen hat. Nach weiterer Recherche finde ich unter dem Menüpunkt "Leistungssport" und dem Untermenüpunkt "Verbandsarzt" (wo sonst) dann aber doch den aktuellen Trainerstab: Sportdirektor und Davis Cup Kapitän Gilbert Schaller, Thomas Weindorfer, Martin Slanar (dessen Profil auf Florian Pernhaupt verlinkt ist) und für die Kondition zuständig Mag. Martin Steinbauer. Ich will es nicht zu genau nehmen, auf diese Seite findet eh sonst keiner - also weiter:

Wer sind denn überhaupt die aktuellen Kaderspieler in der Südstadt für die der österreichische Steuerzahler und die Tennisspieler im speziellen gerade so aufkommen? Nachdem ich gefühlte vier Stunden die ganze Website durchsucht habe, nehme ich selbige mit Hilfe von Google unter die Lupe und komme auf die Seite "Kader im NLZ Südstadt". Hier wird die von Gilbert Schaller betreute Challenger-Gruppe beschrieben: angeführt von Nico Reissig, gefolgt von ... ähm, niemandem. Das 23-jährige Talent ist nach seiner Knieverletzung im Juli 2011 inzwischen wieder im Training, das aber mit dem Davis Cup Team von Uruguay. Gilbert Schaller hat also seit September 2011 (letztes Davis-Cup-Match von Österreich unter seiner Leitung) nichts mehr zu tun gehabt. Die Future-Gruppe mit Samuel-Tristan Weissborn, Maximilian Neuchrist und Anna-Maria Heil leitet laut Website Thomas Weindorfer. Dass Jürgen Hager nicht mehr beim ÖTV ist, ist uns ja schon an anderer Stelle aufgefallen; seine Junioren-Grand-Slam-Gruppe bilden Markus Ahne, Michael Eibl und Dominik Weidinger.

Letztere Gruppe war und ist natürlich so weit von einem Junioren-Grand-Slam entfernt, dass ich auf einen derart absurden Vergleich verzichten möchte. Immerhin war Markus Ahne bei den Eddie Herr Junior Championships - einem sehr traditionsreichen Jugendturnier - in der Quali im Einsatz. Michael Eibl ist hingegen seit Oktober 2011 wegen angesammelter Flüssigkeit in seinem Ellbogen außer Gefecht, außerdem nicht mehr jugendlich. Und Dominik Weidinger feierte zwar heuer einen Turniersieg auf ITF-Ebene, trainiert aber nicht mehr beim Verband.

Auch nicht mehr beim Verband ist Tristan-Samuel Weissborn, der aufgrund von disziplinären Verfehlungen rausgeworfen wurde. Von ihm hat man seither nicht viel gehört; seine Turnierlocations 2012 Mallorca und Santiago de Chile machen aber immerhin Lust auf Urlaub.

Was wissen wir?
Mit Alleskönner Slanar trainieren Karoline Kurz, was hier im gewohnt individuell gestalteten Video-Interview (die Ganzkörper-Aufnahmen sind z.B. doch recht häufig) von Andreas Du-Rieux angesprochen wird. Und wie ich aus dieser Meldung auf der ÖTV-Website schließe, ist auch Anna-Maria Heil immer noch beim Verband. Derzeit sind die beiden Mädels auf Turnierreise in Indien und teilweise nicht so unerfolgreich. Während Heil zwei Auftaktniederlagen in der Qualifikation einfuhr, holte Kurz in Mumbai sogar ihren ersten WTA-Punkt.

Wahrscheinlich begleitet Martin Slanar die beiden - er ist im Verband ja derzeit der Mann für alle Fälle. Eben noch im Doppel-Einsatz mit Markus Ahne bei den Österreichischen Hallenmeisterschaften, jetzt schon in Indien!? Ob Gilbert Schaller und Thomas Weindorfer gerade die Halle in der Südstadt putzen oder sich irgendwo vor Neo-Sportdirektor Clemens Trimmel verstecken, kann ich nicht beurteilen.

Nicht unerwähnt bleiben soll: Die beiden Juniorinnen erfüllen die Förderungs-Vorgaben 2011 vom ÖTV (soll: ITF-Ranking von 300 bzw. 100 & WTA 1000) ebenso wenig wie Markus Ahne (soll: ITF 30 & ATP 1000). Doch Mag. (FH) Clemens Trimmel überarbeitet derzeit die Kriterien, wie der ÖTV erklärt, und kontaktiert die Spieler, die für Förderungen in Frage kommen persönlich.

Dieser Zustand ist jedenfalls untragbar! Das Leistungszentrum in der Südstadt verschlingt beträchtliche Summen. Allein die schützlinglosen Trainer kosten ja monatlich Unsummen, ausgebildet wird jedoch niemand! Schon letztes Jahr habe ich auf die Förderproblematik hingewiesen - das tue ich hier erneut und weite meine These aus: Wenn das Niveau der Spieler nicht reicht, darf man sie nicht fördern! Und wenn man keine Spieler hat, braucht man auch keine Trainer, die auf unsere Kosten durchgefüttert werden!

Ich bin Unbreakbar

Donnerstag, 28. April 2011

Schaller spielt wieder Hobby-Camp — Neues beim Verband und potenzielle Kunden

Es ist still geworden um Stefan Koubek. Seit Februar hat er vier Matches bestritten, und bei allen blieb er ohne Satzgewinn. Offenbar ist seine Pressearbeit auf sein sportliches Niveau gesunken, Koubeks letzter Tagebucheintrag auf tennisnet datiert vom Januar. Insgesamt ist seine Saisonbilanz mit fünf Siegen gegenüber sechs Niederlagen zwar nicht ganz so schlecht, wie die von Nikola Hofmanova (5:7) oder gar Thomas Muster (0:7). Doch Besserung ist eher nicht mehr in Sicht. Nächste Woche fallen Koubek 18 seiner 188 Weltranglistenpunkte aus der Wertung, er hätte ein Challenger-Viertelfinle zu verteidigen, genannt ist er jedoch beim ÖTV-Turnier von Pregarten. Ein Termin ist für Koubek ebenso fix: Der amtierende Staatsmeister will seinen Titel zwischen 26. Juni und 2. Juli verteidigen; oder zumindest wieder antreten. Favorit ist heuer Andreas Haider-Maurer, ich könnte mir aber auch ein Antreten von Daniel Köllerer in Oberpullendorf vorstellen. Immerhin spielt der Welser nach einigen Future-Siegen derzeit auch beim Preisgeldturnier von Pregarten mit. Dort wird übrigens der Spielball der French Open aufgelegt, das Turnier sei daher die ideale Vorbereitung auf Roland Garros, wie die Veranstalter meinen. Ob Nadal und Federer das auch so sehen?

Auch Nikola Hofmanova wird bei den Staats in Oberpullendorf dabei sein, wie der ÖTV vor einigen Tagen vermeldete, und dort gegen ihre schlechte Saisonbilanz kämpfen. Nachdem sie in ihren letzten zwei Matches ganze zehn Games gewinnen konnte, ist ein baldiger Ranking-Absturz der aktuellen Nummer 283 der Welt vorprogrammiert. Nächste Woche hätte sie 50 Punkte vom Fukuoka-Finale 2010 zu verteidigen, dafür müsste sie das Turnier von Bukhara in Uzbekistan, wo sie nächste Woche genannt hat, aber schon gewinnen. Realistischer ist jedoch Hofmanovas Abschied aus den Top 300 der Damenweltrangliste.

Und nach langer Zeit möchte ich auch wieder etwas über den ÖTV schreiben: Dieser vermeldet auf seiner Homepage Richtlinien für die Wildcard-Vergabe. Es soll nun transparent sein, wie die Vergabe der Freitickets erfolgt, welche Fristen und welche Form zu beachten sind. Erfreut über diese Transparenz las ich mir die Seite durch, doch Richtlinien für den Verband, wer die Wildcards dann bekommt, suchte ich vergeblich. Stattdessen las ich dort: "Bei den ÖM und den Herren Futures entscheidet der ÖTV Sportdirektor über die Vergabe, bei den Damen Futures entscheidet der FC Captain gemeinsam mit dem Sportdirektor." Immerhin macht der Verband damit öffentlich, dass lediglich subjektiv entschieden wird. Objektive Kriterien gibt es nur bei den U18-Meisterschaften, deren Sieger sich für einen Future-Hauptbewerb qualifizieren. Warum bei Österreichischen Meisterschaften Schaller sowohl über Damen-, als auch Herren-Wildcards entscheidet, und bei Damen-Futures Jürgen Waber mitreden darf, ist für mich nicht zu ergründen.

Gilbert Schaller ist für solche Entscheidungen nicht kompetent genug! Ich fordere ja schon länger Schallers Rücktritt, was ich hiermit bekräftigen möchte. Und bis der erfolgt, muss ihm zumindest Entscheidungsgewalt entzogen werden! Man weiß ja nie, ob Schaller gerade Trainerstunden für Hobbyspieler gibt. Letztes Jahr war es noch ein mittlerer Skandal, als er in Lech am Arlberg betuchten Gästen die Bälle zuschupfte; das störte den Sportdirektor offenbar nicht. Auch heuer ist ein Schaller-Camp zu buchen, jedoch für 897 statt 658 Euro 2010. Vielleicht sollten Koubek und Hofmanova gleich buchen!

Ich bin Unbreakbar

Dienstag, 20. Oktober 2009

Schallers wirre Gedanken

Mein erster Blogeintrag vom 23. September 2009 handelete von Gilbert Schaller. Ich bat ihn wegen konstant demonstrierter Inkompetenz zurückzutreten; aber offenbar nahm er sich meine Worte nicht zu Herzen. Stattdessen gewährte der Herr Sportdirektor am 14. Oktober 2009 in seinen (wirren) Gedanken 66 erneut einen Einblick in seine Südstadt.

Wieder einmal wurde ein neues Konzept präsentiert. Einer der Eckpunkte ist die Umstrukturierung der Südstadt mit neuen Kadereinteilungen. Diese Kadereinteilungen zeichnen sich dadurch aus, dass es, (Zitat Schaller) „keine permanente Zuteilung eines/r SpielersIn zu einem Trainer mehr gibt.“ Jeder der vier Trainer trainiert also jetzt abwechselnd mit den elf Kaderspielern. Viele Köche verderben den Brei, sagt man. Das weiß auch Schaller, der sich wundert: „das System steht und funktioniert in der Umsetzung viel besser als gedacht.“

Ein neues Instrument in der Südstadt ist der Turnierplan ausgerichtet auf die nächsten drei Monate. „Dadurch ist es für uns möglich, auf einem – (Achtung Rechtschreibfehler) Blick zu erkennen, wann unsere SpielerInnen vor Ort im Land sind oder gerade unterwegs.“ Gut zu wissen, dass die Kaderspieler ab sofort ihre Turniere planen!

Und dann will Schaller den Leser offenbar noch verhöhnen! Schreibt er doch tatsächlich: „Das wichtigste Ziel von unserer Seite heißt, dieses Niveau jetzt zu halten.“

Das wichtigste Ziel sollte eher sein, Schaller zu entlassen!

Ich bin Unbreakbar

Mittwoch, 15. September 2010

Haider-Maurer beginnt, Fischer gewinnt

Morgen beginnt also das Daviscup-Duell mit Israel. Neben dem Gesetzten Jürgen Melzer und Österreichs Nummer 2 Martin Fischer, wäre Kapitän Gilbert Schaller gerne mit Julian Knowle und Stefan Koubek nach Tel Aviv gereist. Stattdessen sind Alexander Peya und Andreas Haider-Maurer im Aufgebot. Damit ist das ÖTV-Team wieder einmal grundlegend verändert.

Julian Knowle sagte ab, Oliver Marach hatte wenig Interesse an einem Einsatz als Ersatzmann, nachdem ihm bei Schallers Erstnominierung erneut der im Ranking schlechter platzierte Knowle vorgezogen wurde. Routinier Alex Peya, seit über 10 Jahren treuer Daviscup-Spieler (Matchbilanz 6:10), ist fürs Doppel dabei. Die größte Neuerung ist aber der bevorstehende Einzeleinsatz der nächsten Generation im heimischen Tennis: Andreas Haider-Maurer (23) bzw. Martin Fischer (24). Beide haben das Team schon begleitet, zum Einsatz kamen sie bisher noch nicht. Captain Schaller hat für das erste Einzel unsere Nummer 4 Haider-Maurer nominiert, obwohl dieser erst ein best-of-five-Match in seiner Kariere bestritten hat (5-Satz-Niederlage gegen Söderling bei den US Open 2010). Fischer hat immerhin 6 Matches auf 3 Gewinnsätze bestritten, 2 davon hat er gewonnen. Aber vielleicht will Schaller Haider-Maurer gegen Israels Nummer 1 Dudi Sela vorgeben, um Fischer am letzten Tag frisch ins Rennen zu schicken, bzw. will er Fischer eventuell im Doppel einsetzen...

Nach 2 Fehlgriffen bei der Aufstellung in den letzten beiden Daviscup-Begegnungen (gegen Chile spielte Koubek, obwohl Köllerer in Topform war, gegen die Slowakei war es umgekehrt), hat Schaller nun endlich einmal das richtige Team dabei! Zwar gezwungener Maßen, aber immerhin... Dass Köllerer Melzer am Wochenende im Bundesliga-Finale geschlagen hat, war zwar ein Prestige-Erfolg, aber keiner der eine Nominierung rechtfertigen würde. Strassburg war faktisch Meister, Melzer musste sich für den Daviscup schonen und war gerade von den US Open gekommen. Okay, Marach statt Peya wäre optimal gewesen, aber auch so sollte es passen. Und die Nominierung von Knowle ist in Anbetracht der Leistungen von Knowle/Melzer eine nachvollziehbare.

Wie wird das Duell gegen die Israelis nun ausgehen? Ich gehe von einem knappen Sieg für Österreich aus! Ich baue auf Jürgen Melzer als Matchwinner, wahrscheinlich holt er alle 3 Punkte. Und wenn nicht, traue ich Martin Fischer im letzten Match gegen Harel Levy (Daviscup-Bilanz 23:18) einen Sieg zu! Der würde mich für die Zukunft positiv stimmen. Ich drücke euch die Daumen, Burschen!

Ich bin Unbreakbar

Freitag, 11. Februar 2011

Hat Marach diesmal eine Chance aufs Team?

In 3 Wochen empfängt Österreich das französische Team im Daviscup-Erstrundenduell auf schnellem Sandplatz am Flughafen Wien. Das Team nominiert sich diesmal praktisch selbst: Neben Jürgen Melzer (11) stehen auch Andreas Haider-Maurer (116) und Martin Fischer (139) im Kader. Letzterer ist dank seiner guten Doppelleistungen und seines Doppelrankings (169) auch für Samstag eine Option. Vielleicht gar nur für Samstag, denn im Einzel machte Fisch heuer keine gute Figur: 0:3 Siege, 8 Games in den letzten 2 Matches, weniger als 7 gewonnene Games pro Match im Schnitt 2011. "Im Prinzip müsste ich es ja niemandem beweisen. Aber mit zunehmendem Erfolg, steigert sich auch die Erwartungshaltung", schreibt der Vorarlberger in seinem Tagebuch. Vielleicht kann er sich mit dem Selbstvertrauen nach seinen jüngsten Doppelerfolgen (Fischer kam in dieser Woche gemeinsam mit Philipp Oswald bis ins Semifinale des Bergamo-Challengers) auch im Einzel steigern. Außerdem feierte Fischer 2010 auf Sand seine größten Erfolge, so könnte ihm der Belag in Schwechat entgegenkommen.

Haider-Maurer war zwar zuletzt krank, doch nach seinem Stadthallen-Finaleinzug 2010 ist er die logische Nummer 2. Bis zum Daivscup sollte der Niederösterreicher auch wieder fit werden. Es überrascht mich, dass beim einzigen Chellenger in der nächsten Woche in Meknes (MAR), der außerdem auf Sand gespielt wird, weder Fischer noch Haider-Maurer genannt sind. Aber die Burschen müssen sich auch nicht empfehlen; anders als der vierte Mann, der noch nicht nominiert ist. Dieser letzte Platz soll mit einem unserer Doppelspezialisten besetzt werden!

Auf der ÖTV-Website ist zu lesen, dass es Daviscup-Captain Gilbert Schaller positiv stimmt, „dass mir Julian Knowle bestätigt hat, dass er seit Mitte Jänner wieder voll trainieren kann und überhaupt nicht mehr an seine operierte Leiste denkt. Noch dazu hat auch Oliver Marach bei den Australian Open ausgezeichnet gespielt (Viertelfinale; Anm.). Das heißt, ich schau mir jetzt einmal an, wie die beiden in den nächsten Wochen spielen und werde dann eine Entscheidung treffen.“ Just schieden in dieser Woche sowohl Knowle (Rotterdam) als auch Marach (Costa do Sauipe) in Runde 1 aus. Beide haben also noch 1 Turnier, um sich Captain-Schaller zu empfehlen. Knowle wird dieses wohl in Marseille spielen, Marach in Buenos Aires.

Für Marach spricht, dass er in Argentinien auf Sand spielt. Außerdem war er zuletzt nicht verletzt, ist also voll belastbar und steht im Ranking auf Platz 11, 22 Positionen vor Knowle. Außerdem sei erwähnt, dass Marach seine 3 Daviscup-Matches (im Einzel) gewinnen konnte.
Knowle verfügt natürlich über weit mehr Daviscup-Erfahrung, hat mit Melzer 6 der letzten 7 Daviscup-Doppel gewonnen. (Gesamtbilanz des Duos 7:7). Im tennisnet-Interview ist Knowle selbst noch nicht mit seiner Form zufrieden.

Aus der Schaller-Perspektive könnte auch folgendes für Knowle sprechen: Er spielt in Marseille in einer Halle, Marach hingegen in Buenos Aires im Freien - und der Daviscup findet ja auch in einer Halle statt. Außerdem gibt es ja 4 Stunden Zeitunterschied, die einen schweren Jet Lag bei Oliver verursachen könnten.

Beim letzten Duell mit der Slowakei wurde Marach, wie die Kleine Zeitung schrieb, nicht einmal angerufen. Ob das diesmal anders ist, wage ich zu bezweifeln. Denn in Wahrheit nominiert ja Jürgen Melzer das Team - und preferiert wohl Knowle. Knowle/Melzer ist wohl auch das beste Doppel, das Österreich zu bieten hat! Ich sehe nur die Gefahr, wenn Jürgen Melzer am ersten Tag eine Marathon-Partie spielen muss und dann nicht Doppel spielen kann, Knowle wohl mit Martin Fischer das Doppel spielen muss. Knowles Daviscup-Doppel-Bilanz ohne Melzer an seiner Seite fällt mit 2:5 nicht ganz so gut aus. Da wäre mir beim Duo Marach/Fischer wohler... Aber bleiben wir optimistisch und hoffen, dass Jürgen Melzer in Thomas-Muster-Manier allein für alle 3 Punkte sorgt! Wer dann mit ihm einläuft, ist dann zweitrangig.

Ich bin Unbreakbar

Mittwoch, 12. Mai 2010

Rette das österreichische Tennis um nur 658 Euro!

Immer wenn es sich anbietet über mein Lieblingsthema zu schreiben, nütze ich diese Chance natürlich gerne! Unser, euer, mein Sportdirektor Gilbert Schaller hat mal wieder den Vogel abgeschossen: Er leitet von 18. bis 26. Juli zwei Tenniscamps! Okay, klingt wenig verwerflich für einen Trainer - aber in den zweifelhaften Genuss kommen keine Kaderspieler, sondern gutbetuchte "Zivilisten"! Natürlich könnten auch Spieler wie Dominic Thiem oder Barbara Haas vorbeischauen, ob sie die 658 Euro für 4 Tage dafür löhnen wollen, oder lieber in Kaugummis und Gummibärchen investieren (was ich persönlich für sinnvoller halte), ist jedoch mehr als fraglich!

Regelmäßige Leser dieses Blog wissen, dass ich seit 23. September 2009 in unregelmäßigen Abständen fordere: Gilbert Schaller, bitte zurücktreten! Einmal mehr kann ich diese Forderung nur wiederholen! Der Verband eilt unter Schallers Leitung von einem Tiefpunkt zum nächsten, peinliche Leistungseinbrüche von zuvor hoffnungsvollen Neo-Kaderspielern, die unter Verbandsaufsicht exzessiven Alkohol- und Fastfood-Konsum Präferenz gegenüber Trainingsfleiß zu geben scheinen, gehörten zur Regel! Und statt anzupacken wo Bedarf bestünde, bessert sich der Sportdirektor sein Gehalt mit Ballischupfen auf!? Eigentlich sollte er für seine letztklassige Arbeit Strafe zahlen!

Aber ich kann Schallers Aktivität auch Positives abgewinnen: Immerhin ist er ein paar Tage nicht in der Südstadt und kann nicht gegen das Österreichische Tennis arbeiten! Er zerstört maximal ein paar Hobbyspieler-Karrieren, was sich weit weniger dramatisch auf das österreichische Tennis auswirkt! Ich fordere daher alle Leser dieses Blogs auf, sich umgehend für die "Tennis- und Sportwoche mit Profis" anzumelden! Bei regem Interesse wird Schaller seinen alten Job an den Nagel hängen und nur noch solche Camps veranstalten! 658 Euro sind zwar nicht wenig, aber jeder kann seinen Teil zum Erhalt des österreichischen Tennissports beitragen!

Ich bin Unbreakbar

Donnerstag, 17. Februar 2011

Anleitung zum Sieg gegen Frankreich

Ich kritisiere immer Gilbert Schaller, ohne dabei zu bedenken, dass er einfach kein entscheidungs-freudiger oder (-)fähiger Mensch ist. Ich möchte daher Gilbert Schaller eine Anleitung geben, wie wir Frankreich schlagen:

1. Das Team
Nominiert werden Jürgen Melzer, Andreas Haider-Maurer, Martin Fischer und Oliver Marach.

2. Die Aufstellung
Jürgen Melzer ist für Einzel und Doppel gesetzt. Zweiter Einzelspieler für Österreich ist Haider-Maurer. Bei den Franzosen erwarte ich Tsonga und Simon im Einzel an Tag eins. Im Doppel sind Melzer/Marach gesetzt.

3. Die Einzel
Ich gehe von einer Niederlage Haider-Maurers aus. Melzer sollte Simon schlagen. Jedoch kann es eine Marathon-Partie werden. Wenn das der Fall ist, steht Martin Fischer für das Doppel mit Marach parat.

4. Das Doppel
Melzer/Marach (oder Fischer/Marach) treffen wahrscheinlich auf Llodra/Clement. Auf Sand ist Llodras Aufschlag nicht so gefährlich. Doch die Daviscup-Doppelbilanz von Llodra (15:5), sowie die Bilanz des Duos Llodra/Clement (8:2) spricht für die Franzosen. Marachs unkonventionelle Doppel-Spielweise kann aber ein Vorteil für Österreich sein. Für Marach spricht auch, dass er noch nie ein Doppel gegen Llodra verloren hat (4:0, davon 2:0 gegen Llodra/Clement). Wenn wir die Partie gewinnen wollen, muss der Punkt im Doppel her!

5. Der Schlusstag
Ideal wäre, wenn Melzer schon in der ersten Partie gegen Tsonga alles klar machen kann. Doch sollte Haider-Maurer gegen Simon oder Llodra verlieren, ist Melzer vor heimischen Publikum gegen Tsonga für mich Favorit.

6. Letze Hoffnung
Sollte das entscheidende Einzel ohne Jürgen Melzer stattfinden, muss Haider-Maurer spielen! Er kann dann seine Stärken einsetzen und vom Publikum getragen den Sieg holen.

Nun gibt es keine Ausreden mehr! Diese sechs Punkte sollte sogar unser Spottdirektor Schaller befolgen können!

Ich bin Unbreakbar

Sonntag, 23. September 2012

Es geht nichts weiter

Am 23. September 2009 rief ich den österreichischen Tennisblog unbreakbar ins Leben. Gedacht als kritische Stimme der heimischen Tennisszene mit der zentralen Forderung: Gilbert Schaller, bitte zurücktreten!

2010 wurde angekündigt, dass Schaller Kompetenzen abgeben werde. Im Mai 2011 legte er dann das Amt des Davis-Cup-Kapitäns nieder, im September trat er auch als Sportdirektor zurück. Der damalige ÖTV-Präsident Ernst Wolner kündigte an, dass ihm Ronnie Leitgeb als Präsident ab März 2012 folgen werde; und, dass Clemens Trimmel der Wunschkandidat für den Posten des Davis-Cup-Kapitäns sei. Später wurde klar, dass Trimmel alle von Schaller zurückgelegten Agenden übernehmen sollte.

So gut sich das auch anhörte, barg die Besetzung Risiken: Der neue Präsident Leitgeb bündelt viele Funktionen in einer Person - neben dem Amt des obersten Repräsentanten des Verbandes ist er gleichzeitig Manager von Österreichs Top-Spielern Jürgen Melzer und Tamira Paszek. Und er war Manager und Mentor des Neo-Sportdirektors und Davis-Cup-Kapitäns Clemens Trimmel. Der Verdacht, dass Trimmel nur als Marionette fungieren könnte, lag nahe.

Und der Verdacht hat sich erhärtet: In der Zeit seinem Amtsantritt Ende 2011 bis zum Antritt von Leitgeb im März 2012, passierte beim Verband nichts. Trimmel konnte sich als Davis-Cup-Kapitän profilieren, und mit dem Sieg Österreichs über unmotivierte Russen (die inzwischen schon in die Zweitklassigkeit abgerutscht sind), konnte Trimmel vom Wesentlichen ablenken: Keine Konzepte wurden präsentiert, keine Meisterschaften besucht, für das heimische Tennis wurde nichts getan. Stattdessen engagierte der ÖTV die Agentur Trii (die unter anderem von Rene Enzinger, dem Sohn des Davis-Cup-Bespanners Erwin Enzinger betrieben wird), um den Verband besser im Social-Media-Bereich darzustellen. Das gelang auch. Nur trägt Trimmel nichts dazu bei. Er spielt ein paar Bälle und hält das elastische Band, das Tamira Paszek in dem relativ sinnfreien Video vor ihrer Olympia-Teilnahme zeigt, sonst sieht man ihn selten. Weder beim Training in der Südstadt, noch bei nationalen Meisterschaften, oder wichtigen Liga-Partien. Stattdessen besucht Trimmel die Grand-Slam-Turniere, sowie die Olympischen Spiele auf Steuerzahlerkosten, wo er länger gastiert als die heimischen Top-Stars.

Als Leitgeb dann sein Amt antrat, gab man als wichtigstes Ziel aus, die Trainer überprüfen zu wollen. Am 13. Oktober findet die erste offizielle Fortbildung für Trainer statt. Seit Mitte September sollte auf der Website des ÖTV zu lesen sein, wie es sich genau mit den künftigen Gold-, Silber- und Bronze-Lizenzen verhalten wird. Freilich findet man dazu noch nichts auf der Seite, die jetzt zwar in neuem Look, aber mit unverändert schlechter Menüführung und Befüllung auffällt.

Eine Bilanz nach gut einem Jahr mit Clemens Trimmel und einem halben Jahr mit Ronnie Leitgeb fiele vernichtend aus, daher verzichte ich an dieser Stelle darauf. Auch das APA-Interview mit Ronnie Leitgeb ist nichtssagend. Fakt ist, dass außer einem optischen Aufputz des Verbandes noch nichts passiert ist.

Im Vergleich zu 2009 hat sich etwas wesentlich verändert: Die Zahl der Tennismedien in Österreich ist um zwei verhältnismäßig große Player gestiegen: tennisnet.com und Happy Tennis hätten durch ihre Reichweite die Möglichkeit, Missstände aufzuzeigen und den Verband wachzurütteln. Doch leider ist man in beiden Medien auf Schmusekurs mit dem Verband. Kritische Berichterstattung ist auf erstgenannter Plattform gänzlich ausgestorben.

Sonnenschein-Berichte über die heile österreichische Tenniswelt sind mir aber nicht genug.

Ich bin Unbreakbar

     

Dienstag, 16. Februar 2010

Wir besiegen die Slowakei!

In etwas mehr als 2 Wochen "beginnt für das heimische Davis-Cup-Team das Unternehmen Rückkehr in die Weltgruppe", wie der ÖTV auf seiner Website schreibt. 2.500 Fans finden in der Gleichenberg-Halle (ca. 1 Autostunde von Graz, 2 von Wien und 3 von Bratislava entfernt) Platz und können ab ca. 30€ pro Tag das heimische Team gegen die Slowakei anfeuern!
Das bisher einzige Aufeinandertreffen mit den Slowaken haben wir verloren - 2:3 klingt ehrenhaft, allerdings war 2000 schon nach den ersten 3 Partien alles entschieden. Markus Hipfl (ATP 76), Stefan Koubek (ATP 40), Julian Knowle und Alex Peya standen gegen die Top 30-Spieler Karol Kucera und Dominik Hrbaty auf verlorenem Posten. Diesmal ist die Ausgangslage von der Papierform her besser: Mit Jürgen Melzer (ATP 29) haben wir die klar besser platzierte Nummer 1 (Lukas Lačko ATP 66). Und auch die bessere Nummer 2: Daniel Köllerer (ATP 74) - Karol Beck (ATP 120). Wobei letzterer wohl dem slowakischen Rekord-Internationalen Dominik Hrbaty (ATP 146) Platz machen müssen wird (auch wenn Beck gerade das Bergamo-Challenger gewonnen hat, wo Hrbaty im Semi gescheitert war)!

Das Team der Slowaken wird aufgrund der letzten Daviscup-Duelle wohl aus Lačko, Hrbaty für die Singles und dem Doppel Michal Mertinak (ATP 12)/Filip Polasek (ATP 29) bestehen!

Für Österreich werden Melzer und Köllerer (auf den kann Schaller diesmal nicht verzichten) nominiert werden, sowie Stefan Koubek (ATP 128) als Ersatz und Julian Knowle (ATP 23) fürs Doppel, das er mit Melzer (ATP 22) bestreiten wird, sofern nicht unvorhersehbares dazwischen kommt, wie eine 5-Satz-Niederlage nach 2:0-Satzführung wie 2009 im Daviscup-Match von Melzer gegen Kohlschreiber!


Auch diesmal wird Captain Gilbert "Schlaftablette" Schaller auf den bestplatzieren Österreicher im ATP-Doppelranking und ATP-World-Tour-Final-Teilnehmer Oliver Marach (ATP 16) verzichten. Was auch verständlich ist, denn das Duo Melzer/Knowle hat bereits beachtliche Erfolge aufzuweisen. Hingegen hat Marach nur einmal mit Melzer Seite an Seite gespielt (Challenger-Erstrundenniederlage 2002). Außerdem wird sich Schaller darauf herausreden, dass er lieber einen Ersatz für die Singles hat...
Dass sich mit dem Doppel Marach/Köllerer eine weitere Option (immerhin haben die beiden gemeinsam Challenger-Turniere gewonnen) auftun würde, wird unser Captain gekonnt übersehen!

Doch der Erfolg wird Captain Ahnungslos Recht geben, denn dieses Duell werden wir gewinnen! Vielleicht dank eines bis zum Erbrechen kämpfenden Daniel Köllerer!

Ich bin Unbreakbar

Mittwoch, 3. November 2010

Aufschwung bitte nutzen!

Im Juni befand ich: "Tennis ist wieder da!" Das gilt jetzt mehr denn je. Tennis hat wieder mehr Medienpräsenz: Wenn Melzer ins Viertelfinale eines 1000ers kommt, überträgt der ORF live. Die Stadthallenwoche war, trotz der wohl uninteressantesten Besetzung seit langem, ein Erfolg; natürlich dank Sieger Jürgen Melzer, aber auch dank Thomas Muster und Überraschungsfinalist Andi Haider-Maurer. Und nun wurde Jürgen Melzer auch zu Österreichs Sportler des Jahres gewählt. Alexander Antonitsch sagte schon nach dem Wien-Finale: "Wenn jetzt nichts im Tennis weitergeht, dann weiß ich auch nicht..."

Die Erfolge sind bemerkenswert. Österreichs Tennis ist sportlich im Aufschwung. Doch dieser Aufschwung muss verkauft werden! Es läge nun am Verband dies zu tun. "Aber wie", werden sich Teuschl und Wolner fragen. Das wenig dynamische Duo tut schon seit Jahren nichts! Wolners Ankündigung vom August, eine Person anzustellen, die Schaller entlasten sollte, ist bis dato unerfüllt. Auf Nachfragen reagiert der ÖTV nicht. Die Kritik am Verband ist natürlich in sportlich rosigen Zeiten, stiller. Kaum jemand stellte Schaller nach dem Sieg im Daviscup über Israel als Daviscup-Kapitän infrage. Er ist und bleibt aber der falsche Mann für diesen Job! Und nach den tollen Erfolgen unserer Athleten, stellt kaum einer die Verbandsspitze in Frage. Obwohl diese praktisch nichts zu den Erfolgen beigetragen hat - weil sie seit Jahren nichts tut! Ähnlich wie Politiker der Großparteien, versuchen sich Wolner und Teuschl auf ihren Positionen zu halten, jedoch zeigen sie keinerlei Reformwillen, haben keine Ideen und sind somit nutzlos!

Ich würde eine Tennis-Tour durch Österreich veranstalten: Melzer, Haider-Maurer, Fischer, Koubek, Bammer, Paszek, Meusburger, Mayr, sowie Thomas Muster und Barbara Schett (in wechselnder Besetzung) könnten bei Tennis-Info-Events für weitere Medienpräsenz sorgen und neben Kindern und Jugendlichen auch Erwachsene wieder zum Tennissport bringen. Tennis muss zu den Leuten kommen, nicht umgekehrt! Und um den Nachwuchs zum Tennis zu bringen, wären doch auch Videospiel-Wettkämpfe eine Idee! Die aktuelle Nintendo-Wii-Variante von EA Sports Grand Slam Tennis könnte im Rahmen solcher Events als Alternative zum Spiel am Court, einerseits für Spaß und Abwechslung sorgen und andererseits mehr Grundlagenwissen (Regeln, Spielernamen, Austragungsorte) vermitteln.

Ein baldiges Brainstorming interessierter Köpfe wäre jedenfalls angesagt! Oder man schreibt einen Ideenwettbewerb aus: Tennisösterreich sendet seine Ideen zur Förderung des Tennissports ein. Eine Handvoll Ideengeber könnte mit Alex Antonitsch und seinem Team von tennisnet und Turnierveranstaltern wie Herwig Straka ein Konzept erarbeiten. Natürlich müssten da auch Entscheidungsträger des Verbands dabei sein; doch denen fehlt wohl schlicht das Interesse am heimischen Tennis!

Ich bin Unbreakbar

Dienstag, 23. Februar 2010

Etwas mehr Respekt, bitte!

Dass beim ÖTV die falschen Leute an den Schlüsselpositionen sitzen, habe ich ja schon von Zeit zu Zeit angeschnitten! Um Namen zu nennen: Generalsekretär Peter Teuschl und Sportdirektor Gilbert Schaller. Einmal mehr macht der Österreichische Trottelverband seinem Namen alle Ehre, wie Daviscup-Urgestein Stefan Koubek in seinem Tagebuch auf tennisfabrik schreibt. Er hat nach 12 Jahren im Team (Einzel-Bilanz 20:18) im Gegensatz zu Melzer, Köllerer und Knowle, einfach keinen neuen Daviscup-Vertrag bekommen. Koubek hat Teuschl deswegen gemailt, daraufhin gab's ein Gespräch mit Schaller. Dieser schreibt auf der ÖTV-Homepage: "Ich hätte Stefan Koubek sehr gerne dabei gehabt. Ich habe ihm in einem sehr konstruktiven Gespräch erläutert, dass ich ihm keinen Fixplatz im Einzel garantieren kann. Daraufhin hat er mich gebeten, von einer Einberufung Abstand zu nehmen, da er anstelle des Davis Cups die Qualifikation für das Turnier in Indian Wells bestreiten möchte." Zu den Inhalten dieses so konstruktiven Gesprächs, meint Koubek: "Er hat erstens gesagt, dass es noch gar nicht fix ist, dass Daniel Köllerer spielt (was ich ihm ehrlich gesagt nicht ganz glauben kann), und er hat mir zweitens angeboten, dass er mich bei einem möglichen 2:2 einsetzt. Ich habe abgelehnt..."

Nach dieser Aktion muss man den Verbands-Granden nun auch soziale Kompetenz absprechen! Koubek selbst bringt es auf den Punkt: "Mir geht es einfach darum, dass die Art und Weise, wie der ÖTV mit mir umgegangen ist, letztklassig ist. Deswegen spiele ich gegen die Slowakei nicht." Ob Koubek jetzt im Ranking vor Köllerer steht, oder nicht: Er hat heuer die klar besseren Resultate aufzuweisen! Und der 33-Jährige hat 38 Daviscup-Einzel gespielt, also nur 6 weniger als Thomas Muster und 1 mehr als Hans Kary. Er ist nach Kary (14 Jahre) und Muster (13 Jahre) mit 12 Jahren Teamerfahrung der längst gediente ÖTV-Nationalspieler! So geht man mit einem langjährigen Leistungsträger einfach nicht um!

Ich bin Unbreakbar

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Reden ist silber, schweigen ist ÖTV

Zunächst möchte ich meinen Unmut bekunden: Am 22. August kündigte er Entlastung für Sportdirektor Schaller an, "in den nächsten Wochen", sollte ein Name genannt werden. Der Begriff "nächste Wochen" ist zwar dehnbar, jedoch nicht auf über zwei Monate. Dass Wolner ähnlich schnell beim Umsetzen seiner Ankündigungen ist, wie dank seiner gazellenähnlichen Statur am Tennisplatz, ist bekannt. Da ich ja nicht in FPÖ-Manier immer nur herumsudern will, ohne auch einmal aktiv zu werden, habe ich dem ÖTV am 13. Oktober ein Mail geschrieben und um Informationen gebeten:

Guten Tag!

Ich betreibe unbreakbar, den österreichischen Tennisblog und warte seit dem Kurier-Interview vom 22. August auf die von Präsident Wolner angekündigte Person, die Sportdirektor Schaller entlasten soll. Ich bitte Sie, mir Informationen zukommen zu lassen, wann denn diese Person endlich präsentiert wird.
Weiters würde mich natürlich auch eine Kandidatenliste interessieren, oder zumindest ein Anforderungsprofil. Denn wenn es noch niemanden gibt, stelle ich auch gerne mein Medium für die Veröffentlichung des Jobprofils für potenzielle Interessenten zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,
Horst Texter


Vom Generalsekretär des ÖTV kam zwei Tage danach folgende Antwort:

Sehr geehrter Herr „Texter“!

Danke für Ihre Anfrage. Können Sie mir sagen, mit wem ich kommuniziere, ich tue dies nämlich grundsätzlich nicht mit Phantomen.

Vielen Dank

Peter Teuschl

TENNIS AUSTRIA
Generalsekretär
Österreichischer Tennisverband


Mein nächstes Mail schrieb ich am 17.10. direkt an Herrn Teuschl:

Sehr geehrter Herr Teuschl!

Danke für Ihr Mail! Horst Texter ist keineswegs ein Phantom, sondern die kritische Stimme der österreichischen Tenniscommunity, die wiederum für eben diese regelmäßig Stellung zu aktuellen tennisspezifischen Themen nimmt.
Wenn Sie so wollen: Horst Texter fragt im Namen der österreichischen Tenniscommunity nach. Sie kommunizieren also mit keinem Phantom, sondern mit ganz Tennis-Österreich.

Mit freundlichen Grüßen,
Horst Texter für alle Tennisinteressierten in Österreich

 
Antwort habe ich seither keine bekommen. Schade eigentlich. Vielleicht hat der Verband auch einfach darauf vergessen, dass man jemanden anstellen wollte und wurde durch mein Mail daran erinnert. Wieder einmal enttäuschen Teuschl und Wolner! Hoffen wir also weiter, dass in den nächsten Wochen endlich eine Person zur schallerschen Entlastung engagiert wird.

Ich bin Unbreakbar

Montag, 7. März 2011

2:3 und der Gewinner ist das österreichische Tennis

Österreich: 2, Frankreich: 3. Brav gekämpft, trotzdem verloren - das bittere Resümee des Daviscup-Wochenendes in Schwechat. Leider hat es zum Sieg gegen Frankreich trotz unglaublicher Stimmung knapp nicht gereicht. Verantwortlich für die Niederlage ist diesmal kein Österreicher, sondern der französische Ersatzmann Jeremy Chardy. Der 24-Jährige dominierte am Freitag Top-10-Mann Melzer, am Sonntag behielt er gegen Martin Fischer und ein paar Tausend tobende Österreicher die Nerven und holte den 5. Punkt für den neunmaligen Daviscup-Sieger Frankreich.

Doch es gibt viel Positives zu vermerken:
Jürgen Melzer wollte dieses Daviscup-Duell unbedingt gewinnen! Jede Pore seines Körpers versprühte Siegeswillen, er hätte sich Arme und Beine ausgerissen um die Franzosen im achten Duell mit Österreich erstmals zu bezwingen. Gegen Gilles Simon in Match vier hat ihm seine Verbissenheit und sein Einsatz den Sieg gebracht, zum Auftakt gegen Chardy brachten ihn diese Tugenden wohl um den Erfolg.

Oliver Marach zeigte eine enorm starke Leistung im Doppel, zog Melzer phasenweise mit und holte mit dem Rücken zur Wand stehend den so wichtigen ersten Punkt für Österreich. Marach konnte nebenbei seine persönliche Doppel-Bilanz gegen Michaël Llodra auf 5:0 ausbauen.

Gilbert Schaller hat eine gute Performance geliefert. Er saß diesmal nicht nur passiv auf der Bank, sondern intervenierte manchmal beim Schiedsrichter, zeigte Emotionen und pushte die Spieler - so gut er das halt kann. Außerdem hat völlig korrekt aufgestellt! Meine Anleitung hat er befolgt. Nach Haider-Maurers Absage hätte auch ich Koubek im ersten Match gebracht, da er ja nach eigenen Angaben so toll in Schuss war. Viel wichtiger war, dass er auch auf mein Mail von Samstag, in der ich die Nominierung von Martin Fischer für das letzte Einzel empfahl, reagiert hat.

Martin Fischer hat mir auch gefallen! Er spielte im letzten Einzel so locker drauf los gegen seinen um 83 Plätze besser rangierten Kontrahenten. Chardy war zunächst vom Publikum geschockt, die knapp 5000 Fans feierten Fischer bei jedem Punktgewinn - auch bei Fehlern des Franzosen. Bei Fisch wuchs der Druck mit Fortdauer der Partie, die Aufschlaggeschwindigkeit ging jedoch mehr und mehr zurück. Ebenso wie die Anzahl der rot-weiß-roten Unterstützer, derer am Ende nur noch knapp die Hälfte im Flughafenhangar weilte. So sahen nur wenige die Tränen der Enttäuschung im Gesicht des sonst so kühl wirkenden Vorarlbergers.

Die Stimmung im Team war, sofern das von Außerhalb zu beurteilen ist, ausgezeichnet. Neben den vier Nominierten feuerten auch Julian Knowle und Alexander Peya die heimische Equipe lautstark an. Melzer selbst wollte Fischer mit Freundin Mirna Jukić zum Sieg hüpfen.

Die Stimmung in der Halle war mindestens vergleichbar mit den legendären Duellen gegen die USA 1990 und Deutschland 1994 (die allesamt 2:3 verloren gingen). Zugegeben: Die Matches sind verdammt lange her - aber ich glaube hier nicht zu übertreiben. Unter anderem erlebten wir beim Melzer-Simon-Match die wohl längste Welle, die je durch ein Tennisstadion ging - über 10 Runden... Nach Thomas Musters Stadthallen-Auftritt und dem Österreicher-Finale in der Wiener Stadthalle das nächste Highlight im heimischen Tennissport!


Nun zum weniger Erfreulichen:
Das Publikum verließ nach dem 2. Satz im letzten und entscheidenden Match zwischen Martin Fischer und Jeremy Chardy in Scharen die Halle. Im 4. Satz waren vielleicht noch 50 Prozent anwesend. Stimmung (siehe oben) machten dann nur noch die etwa 500 Franzosen, die übrigens geschlossen, top-ausgerüstet (zum Beispiel mit einem aufblasbaren Hummer) und farblich abgestimmt trommelten und feierten.

Stefan Koubek nenne ich zurecht zuletzt! Sein Auftritt gegen Gilles Simon war nur peinlich. 38 Minuten bis zum ersten Spielball, 41 bis zum ersten Gamegewinn, dem lediglich vier weitere folgten. Es war als ob ein Mann mit einem Stock ein Huhn über den Platz scheuchte. Ich schrieb Schaller am Samstag in meinem Mail: "Auch gut war, dass Sie Koubek statt dem verletzten Andi Haider-Maurer gebracht haben... Jedoch haben Sie sicher auch erkannt, dass er stinkt!" Die Gefahr einer Tripple-Null stand lange im Raum, nur der Gnade von Simon ist es zu verdanken, dass unser nun am zweitlängsten gedienter Daviscupper doch ein paar Anstandsgames machte. Seine acht Matches währende Siegesserie (4 Staatsliga-Einzel und 4 Matches bei den Staatsmeisterschaften) in Österreich ist damit gerissen.

Zu Koubek noch ein paar Worte: Er rangiert aktuell auf Weltranglistenplatz 206, Tendenz fallend. Im November 2010 prognostizierte ich seinen Ranking-Rückfall und empfahl aufs Doppel umzusteigen. Aus dem einfachen Grund weil ich nicht wollte, dass die Würgung Köllerers sein letztes Karriere-Highlight gewesen sein sollte. Nun scheint der Zug abgefahren! Einzig ein Match von Stefan Koubek gegen Thomas Muster hätte für mich aktuell noch Unterhaltungswert! Und über den Ausgang bin ich nach Koubeks Partie von Freitag nicht mehr so sicher...

Ich bin Unbreakbar

Montag, 8. August 2011

"Eklat" um Haas nur ein Vorwand!?

Der Wildcard-Eklat um Barbara Haas, den tennisnet ausschlachtete, erzielte unter den Usern des Mediums erhebliche Resonanz. An einen Artikel der Website mit zehn Kommentaren kann ich mich nicht erinnern. Die Kurzfassung: Raimund Stefanits, Manager von Barbara Haas, suchte beim ÖTV um eine Qualifikations-Wildcard für das Innsbruck-Future an. Im Auftrag von Sportdirektor Schaller wurde Haas diese verwehrt. Die Vertretung von Schallers Sekretärin schrieb das Mail mit der Absage. Später stellte sich heraus, dass man beim ÖTV dachte, es ginge um eine Hauptbewerbs-Wildcard. Diese wollte man anderwärtig vergeben; für die Qualifikation jedoch hätte man Österreichs bester Jugendlichen – nachdem man den Fehler erkannt hatte – jedoch gerne ein Freiticket gegeben.

Vertraglich steht Haas, laut Stefanits, eine Wildcard bei jedem Turnier in Österreich zu, wo sie diese benötigt. Wenn das so ist, ist das zunächst ein extrem gut verhandelter Vertrag für die Spielerin. Meiner Meinung nach, würde selbst ein Chaotenhaufen wie der ÖTV so einen Vertrag nicht unterschreiben. Aber Verträge aushandeln kann Stefanits: Er hat ja auch Sponsoren für die äußerst riskanten Fördermodelle von Hofmanova und Haas aufgestellt. Wir erinnern uns: Zumindest ein Top-40-Platz ist nötig, damit die Sponsoren etwas verdienen.

Ist Stefanits verwirrt? So wollte er im zweiten Absatz Haas noch Quali spielen lassen, im dritten Absatz (als der ÖTV den Fehler erkannte und eine Wildcard anbot) wollte er jedoch keine Wildcard für die Quali verschwenden. „Nein, jetzt mag ich nimmer…“ Das sieht nach Kindergeburtstag aus! Fakt ist, Haas ist derzeit außer Form. Seit Halle hat sie nicht mehr wirklich etwas gewonnen, zuletzt gar gegen Yvonne Neuwirth verloren. Ihre drei Future-Auftritte 2011 waren allesamt nach Runde eins zu Ende. Jetzt gegen den ÖTV zu wettern und mit einem Verzicht auf Verbands-Unterstützung eine Turnierauszeit zu begründen, ist vielleicht nicht ganz verkehrt und taktisch nicht unklug.

Die Aufregung ist klar übertrieben und für mich nur so zu rechtfertigen, dass Stefanits seinen Schützling vor weiteren Niederlagen bewahren will. Er beißt nicht nur in die Hand die ihn füttert, sondern kiefelt sie bis auf die Knochen ab. Stefanits ist sich seiner Sache sehr sicher – der Verband kann nach Thiem nicht auch sein größtes Talent bei den Mädchen verlieren. Der ÖTV lässt ja offenbar beachtliche Fördersummen für Haas springen. Da dem Thiem-Clan, wie berichtet, 25.000 Euro angeboten wurden, gehe ich von derselben Summe für Haas aus. Ich bin gespannt, ob sich das Schaller und der Verband gefallen lassen.

Wie tennisweb-User „Tennispiet“ schreibt, schaffen wahre Talente den Durchbruch auch ohne Wildcards. Recht hat er. Und ich finde, Wildcards muss man sich verdienen. Barbaras Schwester Patricia gewann zuletzt ein paar Future-Matches; deren Fluss zu fördern, halte ich für richtig. Hingegen ist es wertlos, ein Wildcard-Abo für Barbara Haas auszugeben, nur weil keine anderen Talente im letzten Jahr auf ansprechendem Niveau spielten.

Dass es lächerlich ist, dass dem Österreichischen Tennisverband ein solcher Fehler unterläuft, soll hier aber auch erwähnt werden. Und dass es beim selbigen nicht möglich ist, dass der Sportdirektor Mails mobil abruft und wichtige persönlich beantwortet, ist heutzutage ebenso lächerlich.

Ich bin Unbreakbar